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Kreditwürdigkeit

Eine gute Ratingvorbereitung ist der halbe Erfolg. Die Ratingvorbereitung beginnt damit, nachhaltig ansprechende Ergebnisse auszuweisen und gezielt zu den Bilanzstichtagen attraktive Kennzahlen zu gestalten (Bilanzlifting).

Beim Rating wird zwischen den so genannten "Harten Faktoren oder Fakten", das heißt den Zahlen des Jahresabschlusses und den daraus errechneten Kennzahlen und den "weichen Faktoren" differenziert.

Die Geschäftszahlen werden herangezogen um Kennzahlen zu bilden. Diese werden dann meist für Vergleiche genutzt.
- Der Zeitvergleich zeigt, wie sich die Kennzahlen eines Unternehmens über mehrere Jahre verändert haben.
- Meist wird dies um einen Branchenvergleich ergänzt. Dabei werden die Kennzahlen ähnlicher Unternehmen miteinander verglichen.
- Beim Benchmarking werden die Kennzahlen eines Unternehmens mit denen der besten Unternehmen der Branche gemessen.

Hier setzt, vor allem bei nicht so optimalen Ergebnissen, die Argumentation über die weichen Faktoren an. Veränderungen und deren voraussichtliche Auswirkungen werden simuliert und in die Planung übernommen. Damit werden die wesentlichen Nachteile des Ratings durch Kennzahlen für die eigene Argumentation genutzt:

1. Retrospektive - Erinnert die Bilanzanalyse an den Blick in den Rückspiegel, der die Fahrt nach vorn begründen soll. Die Jahresabschlüsse sind nun einfach einmal Vergangenheit und ein Kredit soll in der Zukunft bedient werden können.
2. Vergleichbarkeit - Viele Unternehmen sind nicht wirklich zu vergleichen. Nicht nur ob eine Aufteilung in eine Betriebs- und eine Besitzgesellschaft besteht hat hier Auswirkungen. (Meist wird in solchen Fällen eine Konsolidierung gefordert.) Welche Kunden bedient das Unternehmen? Welche Markterschließungskosten sind in den Kosten enthalten? Welche Produktentwicklungen sind nicht aktiviert, wie möglicherweise bei einem anderen Unternehmen? Wie hoch ist die Fertigungstiefe der verschiedenen Unternehmen? Und vieles mehr…
3. Stichtagsbezogenheit - Viele Kennzahlen verändern sich gleich nach dem Bilanzstichtag sehr schnell (Forderungen, Verbindlichkeiten,…). Hier kann mit Durchschnittswerten eine aussagefähigere Kennzahl gewonnen werden. Diese kann dann im Kreditgespräch genutzt werden, wenn sie besser ist als die stichtagsbezogene Kennzahl ist.
4. falsche Kategorien - Meist werden die Vergleichsunternehmen in verschiedene Kategorien eingeteilt, die sich nach Mitarbeiteranzahl oder meist nach Umsatz definieren. Auch hier stimmt der Vergleichsmaßstab oftmals nicht. Handelt z.B. ein produzierendes Unternehmen auch, dann verschieben sich Kostenrelationen und vieles mehr. Die Personaleinsatzquote sinkt gegenüber den rein produzierenden Unternehmen, dafür steigt die Wareneinsatzquote in der Regel. Die Wertschöpfung wäre hier eine aussagefähigere Kennzahl, doch die wenigsten Banken nutzen diese.

Sie sehen, mit einer guten Argumentation kann hier vieles erklärt und dadurch eine bessere Bewertung erzielt werden. Die weichen Faktoren machen bei den meisten Banken rund 40% der Kreditbewertung aus.

Der Rest sind Kennzahlen, die Sie kennen sollten, damit Sie diese zum Bilanzstichtag so weit wie möglich steuern können (Bilanzlifting). Hier einige der wesentlichen Kennzahlen:

Eigenkapital
Das nominale Eigenkapital ist der Betrag, der sich aus gezeichnetem Kapital, versteuerten kumulierten Gewinnen, dem aktuellen Gewinn und Rückstellungen (werden vor Steuer meist zu 50% angesetzt) sowie aus Rücklagen zusammensetzt. Nicht voll eingezahltes Stammkapital wird gegengerechnet. Beim bereinigten Eigenkapital wird oftmals auch die Summe der immateriellen Vermögensgegenstände, vor allem der "Good-Will" (Unternehmenswert z.B. beim Kauf) des Unternehmens, abgezogen.
Das nominale Eigenkapital kann z.B. dadurch gesteigert werden, dass die Firmenimmobilie zu einem Preis über dem Buchwert von der Unternehmerfamilie gekauft und ins Privatvermögen übernommen wird.
Eine zu geringe Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Relation zum Gesamtkapital) ist für viele Banken ein K.O.-Kriterium. Durch eine Bilanzverkürzung steigt der Anteil an Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Quote zu verbessern, ohne wirklich Geld ins Unternehmen einzubringen.

Rentabilität
Wie rentabel ein Unternehmen gearbeitet hat, wird meist am Gewinn gemessen. Meist rechnen die Banken außerordentliche Faktoren heraus, um einen bereinigten Gewinn für die Kennzahlenbildung zu verwenden.
Der Gewinn wird oftmals in Relation z.B. zum Umsatz gesetzt. Die Umsatzrentabilität wird dann mit Unternehmen der gleichen Branche verglichen. Leider gehen hier die Besonderheiten der einzelnen Unternehmen total verloren, da ein einheitliches Bewertungs-Schema zugrunde gelegt wird. Auch hier gibt es kreative Möglichkeiten, die Umsatzrentabilität zu erhöhen, wenn das finanzierende Institut dadurch positiver gestimmt werden kann.
Die Eigenkapitalrentabilität ist eine weniger optimale Kennzahl, da sie besser wird, wenn das Eigenkapital reduziert wird. Aus unserer Sicht ist die Gesamtkapitalrentabilität aussagefähiger.
In letzter Zeit orientieren sich viele Kapitalgeber am operativen Ergebnis bzw. am EBIT (Earning before interest and tax), also am Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Kapitaldienstfähigkeit
Ein Unternehmen ist kapitaldienstfähig, wenn der Cashflow (Gewinn + Abschreibungen) nach Steuern und Entnahmen ausreicht, um die Tilgungen zu bezahlen. (Die Zinsaufwendungen sind in der Erfolgsrechnung bereits berücksichtigt. Die Tilgungen sind keine Betriebsausgaben und damit nicht absetztbar.)
Genossenschaftliche Institute rechnen meist mit dem erweiteten Cashflow. Hier werden die Zinsaufwendungen zu Gewinn + Abschreibungen addiert. Mit dieser Größe wird oftmals die Kapitaldienstgrenze errechnet. Das bedeutet z.B. wie stark können variable Zinsen steigen, damit das Unternehmen unter den gleichen finanziellen Bedingungen immer noch seinen Zins- und Tilgungsverpflichtungen nachkommen kann.
Die privaten Banken arbeiten oftmals mit einem dynamischen Cashflow. Dabei werden u.a. auch Bestandsveränderungen berücksichtigt. So kann ein Unternehmen seine Verpflichtungen nicht erfüllen, wenn zu viel des Gewinns in Erhöhungen des Warenbestandes oder der Forderungen gebunden wird.
Nachdem viele Unternehmen die Verschuldung dadurch gedrückt haben, dass sie Leasing anstatt einer Finanzierung oder eines Mietkaufs wählen, kapitalisieren immer mehr Banken die Leasingverpflichtungen. Das bedeutet, sie bewerten Leasingverpflichtungen wie Bankschulden.

Liquidität
Bei den Kennzahlen für die Liquidität werden verschiedene Liquiditätsgrade unterschieden. Besonders wenn diese Kennzahlen nicht so gut aussehen, dann kann mit den Lieferantenkreditlinien und den Kontokorrentlinien eine bessere und auch aussagefähigere Liquiditätskennzahl dargestellt werden, da diese Größen bei den Bankberechnungen nicht mit einfließen. Hier liegt es am Unternehmer, sein Unternehmen angemessen zu präsentieren und die Schwächen des Ratings aufzuzeigen und gleichzeitig aussagefähigere Werte nachvollziehbar darzulegen. Wie so etwas aussehen kann, zeigen wir Ihnen gerne.

Finanzierungsstruktur
Die Finanzierungsstruktur ist bei vielen Unternehmen optimierungsfähig. Langfristiges Vermögen ist häufig zu kurzfristig finanziert. Nicht so teure Vermögensgegenstände werden schnell einmal vom laufenden Konto bezahlt und vieles mehr. Dies ist alles nur sinnvoll, wenn eine wirklich nachhaltige gute Geschäftslage unterstellt werden kann, die Gewinne exorbitant gut sind und vor allem, wenn immer Skonto gezogen werden kann und keine oder kaum Kontokorrentkredite in Anspruch genommen werden. Wie eine optimale Finanzierungsstruktur Ihres Unternehmens aussehen könnte, berechnen wir Ihnen gerne.

Entschuldungsdauer
Vor allem bei kleineren Kreditengagements versuchen die Banken den Aufwand für die Kreditwürdigkeitsprüfung möglichst gering zu halten. So wird bei kleineren Krediten die Entschuldungsdauer als Kennzahl herangezogen. Das bedeutet, es werden die Gesamtverbindlichkeiten dem Cashflow gegenüber gestellt und berechnet, in wie vielen Jahren das Unternehmen bei einer Tilgung in Höhe des Cashflows die gesamten Verbindlichkeiten komplett bezahlt hat.
Achten Sie hierbei darauf, dass die Bank Guthaben und Kassenbestand gegen die Verbindlichkeiten rechnet, das verbessert die Kennzahl, denn es reduziert die Schulden und führt zu einer schnelleren Entschuldungsdauer.
Zur Orientierung, da die Banken unterschiedliche Werte als Maßstab heranziehen: Eine Entschuldung in 1-2 Jahren ist sehr gut, 3-4 Jahre sind gut, 5-6 Jahre befriedigend, 7-8 auch noch ausreichend, bei 9-10 Jahren ist es nicht mehr so optimal und bei über 10 Jahren wird die Entschuldungsdauer eher als kritisch angesehen.

Investitionsquote
Immer mehr Banken achten auch auf die Investitionsquote. Wie viel investiert ein Unternehmen in neue Maschinen und Geschäftsausstattung? Vor allem bei knappen Kassen führen zu geringe Investitionen zu einem Renovierungsstau, der erst einmal aufgelöst werden muss, um das Unternehmen wieder voll wettbewerbsfähig zu machen. Achten Sie bitte darauf, dass Investitionen, die durch Leasing finanziert werden, mit berücksichtigt werden.
Doch Vorsicht, auch eine zu hohe Investitionsquote ist nicht immer optimal. Oftmals wird immer die neuste Technik angeschafft, ohne dass diese sich auch wirklich rentiert.
Immer mehr Banken achten auch auf Investitionen in die Zukunft. Hier besteht bei den meisten Unternehmen noch Nachholbedarf, diese sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Kosten für Innovationen werden häufig nicht aktiviert, sondern als Kosten verbucht. Aus- und Weiterbildungen werden nicht explizit ausgewiesen, vor allem nicht, wenn ein eigener Meister die Lehrlingsausbildung unterstützt und vieles mehr. Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihr Unternehmen wirklich aussagefähig zu präsentieren.

Deckungsbeitragsrechnung
Die steuerlichen Vorschriften sehen es als ausreichend an, einen Überschuss oder eine Unterdeckung als Bemessungsgrundlage zu erstellen. Für ein aussagefähiges Controlling ist dies jedoch nicht ausreichend. Lassen Sie Ihren Steuerberater einen aussagefähigen Jahresabschluss erstellen oder besser, erstellen Sie mit uns entsprechende Erläuterungen, Ergänzungen und Details. So ist es vor allem für das Unternehmen wichtig, zu erkennen, wo die Gewinne entstehen und wo nicht. Eine Deckungsbeitragsrechnung hilft hier Klarheit zu schaffen. Generell wird es von den Kreditgebern gerne gesehen, wenn eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung existiert. Profitieren auch Sie von unseren Erfahrungen.

Wertschöpfung
Die Wertschöpfung wurde von der Steinbeis-Stiftung als Kennzahl für die Krisenprävention entwickelt. Auch in der Kalkulation und Planung führt diese Kennzahl zu mehr Aussagefähigkeit als die geläufige Zuschlagskalkulation. Nähere Einzelheiten nennen wir Ihnen gerne.

Die Wertschöpfung ist eine wesentlich aussagefähigere Kennzahl als der Umsatz. Zur Veranschaulichung: Ein Stahlbauunternehmen bietet Komplettlieferungen als Generalunternehmer, reine Stahlbauarbeiten und Lohnarbeiten an. Während bei den Komplettlieferungen ein sehr hoher Wareneinsatz in Form des Subunternehmeranteils im Umsatz beinhaltet ist, ist es bei der Lieferung der Stahlkonstruktion nur das Material und bei der Lohnarbeit gar nicht. Damit wird durch die Wertschöpfung die Qualität des Umsatzes deutlich. Auch im Autohaus macht es einen Unterschied, ob 100 T€ durch umgesetzte Fahrzeuge erzielt wurden oder durch Leistungen in der Werkstatt. Wie Sie aussagefähigere Zahlen erstellen können, zeigen wir Ihnen gerne.

Break-Even-Berechnung
Der Break-even-Point ist laut Definition ein Null-Ergebnis. Diese Erkenntnis nutzt in der Praxis relativ wenig. Wir haben den BEP modifiziert und die privaten Entnahmen und auch den Kapitaldienst für Kredite integriert. Wenn dieser BEP im Laufe des Jahres unterschritten wird, dann ist dies ein absolutes Warnsignal zum Gegensteuern. Mehr hierüber erfahren Sie unter 09572 / 60 99 477.

Planung
Ein Plan ist nicht dazu da, um eine Punktlandung zu erzielen, sondern um einen Zielkorridor festzulegen, in dem das Unternehmen auf der Erfolgsspur ist. Es gibt immer noch Unternehmen, die noch keine aussagefähige Planung eingeführt haben. Hier können Sie gerne auf unsere Erfahrungen zurückgreifen.

Simulation
Auch ist es oftmals sinnvoll, verschiedene Szenarien durchzuspielen (Simulation). Hierfür können wir auf bewährte Tools zurückgreifen. Fordern Sie uns.

Abweichungsanalysen
Ein regelmäßiger Abgleich von Planung und wirklich realisiertem Ist eröffnet die Chance, Abweichungen zu erkennen. Dadurch kann rechtzeitig gegengesteuert werden und ein noch akzeptables Jahresergebnis wird möglich.

Controlling
Controlling bedeutet, sinnvolle Kennzahlen zu entwickeln, um das Unternehmen zu steuern. Hierbei bietet es sich an die Kennzahlen zu beachten, die auch die Finanzierungsgeber für ihre Bewertungen heranziehen. Ein aussagefähiges Controlling wird ab einer bestimmten Unternehmensgröße als Selbstverständlichkeit von den Kapitalgebern vorausgesetzt. Doch auch kleiner Unternehmen profitieren davon. Wie, das zeigen wir Ihnen gerne.

Balanced-ScoreCard
Ein Balanced-ScoreCard ist ein ganzheitliches System von Kennzahlen, um in allen Unternehmensbereichen eine Messung des Standes der Strategieumsetzung zu erhalten. Inzwischen wurden die ursprünglichen Bestandteile des BSC erweitert, so dass mittlerweile Kennzahlen für die gesamten Stakeholder (Beteiligten) bestehen können.

Kalkulation
Die Nachkalkulation bringt die Erfahrungen für die nächste Kalkulation. Damit werden die Selbstkosten immer besser und genauer erkannt. Im Rating ist es vorteilhaft, wenn ein Unternehmen beide Kalkulationen (Vor- und Nachkalkulation) vorweisen kann. Gerne unterstützen wir Sie dabei, eine Kalkulation einzuführen bzw. eine bestehende zu optimieren.

Vertriebs-Controlling
Welche Kunden sind die attraktivsten und was schätzen sie am Unternehmen besonders? Hierfür wird am besten der Deckungsbeitrag herangezogen, da der Umsatz zwar beliebt, jedoch nur bedingt aussagefähig ist. Welche Märket sind anscheinend besonders attraktiv? Welcher Verkäufer verkauft vor allem über den Preis? Welche Segmente geraden immer mehr unter Preisdruck? Welche Bereiche bringen keinen Deckungsbeitrag? ….

Jeder Unternehmer weiß: Ein Unternehmen lebt nicht von dem was es anbietet, sondern von dem was es erfolgreich (= für einen angemessenen Preis) verkauft. Trotzdem wird selbst in mittelgroßen und größeren Unternehmen ein angemessenes und aussagefähiges Vertriebs-Controlling noch unterschätzt.

 

Liquidität ist wie die Luft
zum Atmen, Gewinne sind
wie die Nahrung und das
Eigenkapital ist wie die
Gesundheit ...
 
 
Fit für den Wettbewerb
=
fit für die Zukunft